Derzeit läuft Vergebung, der dritte Teil der Millenium-Triologie
nach den Büchern von Stieg Larsson, im Kino.
Nachdem ich bereits den ersten Teil Verblendung im Kino sah, setzte ich die Reihe vergangene Woche fort.
Verdammnis und Vergebung wurden angesehen.
Die Geschichten jetzt einzeln aufzuspalten, wäre schwierig.
Soviel sei gesagt: Die Geschichte(n) dreht(en) sich um die Hackerin Lisbeth Salander
sowie um den Journalisten Michael Blomquist.
Beide kämpfen für Gerechtigkeit - jeder auf seine Art und Weise.
Stieg Larsson spannt ein dichtes Gewebe von Politthriller über Beziehungsgeschichten
bis hin zum Krimi, bleibt aber dramaturgisch nah an der Realität.
Korruption, Lügen und Verdeckungen sind auch heute keine Seltenheit im gesellschaftlichen Leben.
Trotzdem: Die Filmemacher greifen wie gewohnt zu Übertreibungen -
und machen damit das gut durchdachte Konzept von Larsson kaputt.
So wird eine Lisbeth Salander dreimal angeschossen und in einer Grube unter der Erde vergraben.
Und dann, ja dann, taucht plötzlich eine Hand aus dem Grab auf,
und die toughe Hackerin, die eher einem Punk gleicht, befreit sich aus der Erde.
Erinnert stark an Steven King's Carrie oder an Quentin Tarantino,
wobei letzterer ja gerne zu Übertreibungen greift.
Sprich: Es ist sein Markenzeichen.
In der Millenium-Triologie wirkt diese Szene jedoch unwirklich und fehl am Platze.
So gibt es einige filmische Logikfehler,
die Stieg Larsson im Buch weitaus vernünftiger löst oder beschreibt.
Nichtsdestotrotz sind alle Filme -
trotz ihrer unglaublichen Länge von mindestens zwei Stunden -
nie langweilig, sondern kurzweilig spannend.
Das Fazit also: kurzweilige spannende Unterhaltung.
Meine Empfehlung: erst die Bücher lesen.
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