via "Black Swan? Das ist doch dieser gruselige Ballett-Film?"
Ja - und nein.
Spontan ging es für mich am Mittwoch mit einem guten Freund in den oscarnominierten Film mit Natalie Portman.
Und ja, Black Swan ist auf den ersten Blick der gruselige Ballett-Film. Auf den zweiten Blick aber, geht es hier gar nicht um Ballett. Oder um Grusel. Viel mehr ist es ein Film über Konkurrenz, Druck, Leichtigkeit - und dass perfekt nicht gleich perfekt ist.
Nina ist eine talentiere Balletttänzerin. Als an ihrer Company eine neue Solotänzerin gesucht wird, steigt der Druck unter den Mädchen. Es soll Schwanensee aufgeführt werden.
Die tragische Geschichte vom weißen Schwan, der seine große Liebe an den schwarzen Schwan verliert - und am Ende sterben muss.
Die neue Solotänzerin soll beide Rollen spielen: die des kontrollierten, perfekten weißen Schwan. Und die des schwarzen Schwan, der das Abenteuer, die Erotik und Leichtigkeit verkörpert.
Nina bekommt die Rolle - und tanzt den weißen Schwan perfekt. Kontrolle und Ehrgeiz stehen ihr. Der schwarze Schwan, die Leichtigkeit, das fällt ihr schwer.
Nach und nach setzt sie sich immer mehr unter Druck - und gerät in einen Strudel aus Wahn, Angst und Selbstzerstörung ....
Schwanensee ist in diesem Film die Analogie der Geschichte. Zu viel Kontrolle, zuviel Druck (von außen und von einem selbst) sowie der Wunsch nach Perfektionismus sind ungesund. Genauso wie zu viel Leichtigkeit, ja zu viel Laissez-faire manchmal zu einem Ungleichgewicht führt.
Doch ist es überhaupt möglich, eine Mischung aus weißem Schwan und schwarzen Schwan zu finden? Und ist nicht jeder Mensch in verschiedenen Lebenslagen einmal mehr weiß und einmal mehr schwarz?
All diese Fragen stellt Black Swan in den Raum. Gruselig ist der Film meiner Meinung nach gar nicht. Regisseur Darren Aronofsky überzeichnet gewisse Szene, schafft eine extreme Bildsituation - und ist dadurch manchmal sehr vorhersehbar.
Und trotzdem. Die Grundthematik - wie weit darf Perfektionismus gehen - und ist es das wert - bleibt auch lange nach dem Film noch im Gedächtnis.













Beispielsweise hier die Leo-Strickjacke. 










